Planung und Navigation
Route zu einer Adresse oder einem Kartenpunkt planen, von Hand zeichnen, eine Rundtour erzeugen und dann einen gespeicherten Track fahren — in beide Richtungen.
Diese Seite behandelt zwei Dinge: wie eine Route im Routenplaner entsteht (durch Tippen, Suchen oder den Rundtour-Generator) und wie du ihr im Gelände folgst. Der Planungsmotor ist BRouter — er liefert für jeden gerouteten Meter die OSM-Wegtags mit, und genau daraus entsteht die Untergrundanalyse statt einer bloßen Linie. Die Planung braucht eine Internetverbindung, das Fahren einer bereits gespeicherten Route nicht.
Den Planer öffnen
- Tippe in der unteren Leiste auf Routen.
- Von hier führen drei Wege weiter — die ersten beiden in denselben einen Planer:
- Navigation (Adresse oder Kartenpunkt) — öffnet den Routenplaner.
- Planung → Routenplaner — derselbe Planer, aus dem Menü.
- Planung → Track importieren + analysieren — eine vorhandene GPX-/KML-/KMZ-Datei laden und prüfen.
Früher gab es hier zwei getrennte Planer — Manuelle Planung (Punkte setzen) und Automatische Planung (KI/Routing) — mit eigenen Menüeinträgen. Die beiden sind verschmolzen: im Routenplaner bauen Kartentipp und Suche dieselbe Route, und der Rundtour-Generator ist nach innen gezogen.
Planen im Routenplaner
- Beim Öffnen steht oben das Suchfeld, darunter der Hinweis-Chip: Tippe auf die Karte, um Punkte zu setzen — oder suche. Beides baut dieselbe Route. Nach dem ersten gesetzten Punkt verschwindet der Hinweis. Solange der Plan leer ist, steht unter der Suche auch der Knopf Rundtour (siehe unten).
- Tippe auf die Karte — jeder Tipp setzt einen blauen Punkt, und die App zeichnet den Abschnitt vom vorherigen Punkt. Oder suche: tippe dein Ziel in Suche (z. B. Aggtelek, Bükk…) ein. Die Treffer erscheinen etwa eine halbe Sekunde nach dem letzten Zeichen; gibt es keine, steht dort Keine Treffer. Ein angetippter Treffer setzt genauso einen Punkt in den Plan wie ein Kartentipp.
- Wählst du aus der Suche und der Plan ist noch leer, wird der Startpunkt automatisch eingefügt: deine GPS-Position, oder — typischerweise im Web — die Kartenmitte. So ergibt ein einziger Treffer-Tipp die Route von deinem Standort zum Ziel (Route wird geplant…).
- Die Schaltflächenspalte rechts:
- Rückgängig — nimmt den letzten Punkt und den zugehörigen Abschnitt weg. Der Rest bleibt unangetastet, es wird nichts neu geroutet.
- Einrasten: AN / Einrasten: AUS — an, rastet der Abschnitt auf echte Wege ein; aus, wird eine gerade Linie gezogen. Gilt nur für die danach gezeichneten Abschnitte. Gerade Abschnitte tragen keine Wegtags, also erscheinen sie in der Analyse als Unbekannt — nie als Asphalt.
- GPX speichern — Namen vergeben, dann speichern.
- Rotes ✕ — Planung verlassen und die Zeichnung verwerfen.
- Auf der unteren Karte läuft die Analyse: Distanz, Fahrzeit, Schwierigkeit x/10, der farbige Balken mit dem Untergrund-Mix, der Wert {percent} % Untergrund bekannt und die Liste der Warnungen. Tippe eine Warnung an, und die Karte springt dorthin. Das Profil kannst du auch unterwegs wechseln; die Karte sagt es selbst: Gilt für den nächsten gezeichneten Abschnitt — frühere behalten ihr Profil.
- Du willst eine andere Linie? Tippe auf Alternativen vergleichen (Solo-Abo-Funktion) — die vier Linien von BRouter stehen nebeneinander (Distanz, Anteil grober Wege, Schwierigkeit), und die von dir gewählte wird zum aktiven Plan.
- Passt alles, nimm Speichern oder die grüne Schaltfläche Navigation starten.
Die Profile — was sie im Gelände bedeuten
Die Profil-Chips oben auf der Karte entscheiden, welche Wege der Planer sucht. In der Reihe stehen zwei fertige Profile plus der eigene Baukasten:
- 🚙 4x4 — die Voreinstellung. Sucht Schotterwege und grobe Feldwege, meidet Hauptstraßen und sperrt Singletrail komplett: ein 4x4, das einem Motorrad auf einen einen Meter breiten Pfad folgt, hat einen schlechten Tag.
- 🚗 Straße (Auto) — normale Asphaltnavigation mit echten Zufahrts- und Abbiegeregeln fürs Auto. Nimm es für Hin- und Rückweg.
- 🛠 Eigenes — deine eigene Gewichtung (siehe unten; Solo-Abo-Funktion).
Ein Profilwechsel plant sofort neu, und die App merkt sich deine Wahl bis zum nächsten Mal.
Ältere Routen können mit Adventure, Hard Adventure, Enduro, Panorama oder MTB geplant worden sein. Diese Chips werden nicht mehr angezeigt, aber eine damit gespeicherte Route rechnet weiterhin mit dieser Einstellung.
Eigenes Profil
Das eigene Profil ist eine Solo-Abo-Funktion — die sieben Standardprofile bleiben kostenlos.
- Tippe auf den Chip 🛠 Eigenes. Es öffnet sich Eigenes Profil (0 = nie, 10 = bevorzugen).
- Sieben Regler bestimmen, wie stark jede Wegklasse gesucht oder gemieden wird: Autobahn, Hauptstraßen, Nebenstraßen, Zufahrtswege, Schotterwege, Grobe Feldwege, Singletrail. Ein auf 0 gezogener Regler zeigt ✕ — diese Klasse wird gar nicht benutzt.
- Darunter liegt Steigungen vermeiden (0–5) und drei Schalter: Schranken vermeiden, Fähren vermeiden, Mautstraßen vermeiden.
- Tippe auf Anwenden — die Route wird mit den neuen Gewichten neu geplant.
Eine Rundtour erzeugen
- Öffne den Routenplaner und lass den Plan leer — der Knopf Rundtour steht unter der Suche, solange kein Punkt gesetzt ist.
- Tippe auf Rundtour. Die Runde startet an deiner GPS-Position, ohne Fix an der Kartenmitte.
- Stelle die Rundtour-Länge mit dem Regler zwischen 10 und 300 km ein oder tippe einen der Chips 20 / 40 / 60 / 100 / 150 km an.
- Wähle eine Startrichtung: Beliebig oder eine der acht Himmelsrichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW).
- Tippe auf Rundtour erstellen. Unter Rundtour wird gesucht… probiert die App mehrere Kreisradien durch (höchstens acht Versuche) und gibt die Runde zurück, die am besten passt.
- Das Ergebnis trägt seine echte Länge im Namen (z. B. „38 km Rundtour”), nicht die angefragte — im Gelände springt die Länge einer Runde mit dem Radius extrem, deshalb benennt die App immer die Runde, die sie tatsächlich gefunden hat.
Einen vorhandenen Track importieren und prüfen
- Routen → Planung → Track importieren + analysieren.
- Wähle die GPX-/KML-/KMZ-Datei. Sie darf aus jeder Quelle stammen.
- Die untere Karte Importiert: {name} liefert dir Untergrund, Schwierigkeit und Warnungen.
- Von hier kannst du direkt starten (Navigation starten), sie hochladen (Speichern) oder als GPX mit Untergrundfarben exportieren — diese Datei öffnet sich auch in Garmin und OsmAnd, mit einem Wegpunkt an jeder Warnung.
Den Plan speichern
- Im Routenplaner und beim importierten Track fragt das Cloud-Symbol (Speichern) nach einem Namen und lädt die Route in dein Konto: Route gespeichert: {name}.
- Die Schaltfläche GPX speichern des Planers schreibt zuerst eine lokale GPX-Datei und lädt sie dann — wenn du angemeldet bist — auch hoch: Route gespeichert und hochgeladen! ☁️. Ohne Anmeldung bleibt es bei der lokalen Datei.
- Das Download-Symbol erzeugt die Datei GPX mit Untergrundfarben: der Track nach Untergrund zerteilt und eingefärbt.
- Ein kostenloses Konto hält bis zu 100 gespeicherte Routen in der Cloud; darüber erscheint statt des Speicherns das Abo-Blatt.
Gebietsprüfung (KI)
Vor der Abfahrt kannst du die geplante Route von einem KI-Rechercheur prüfen lassen.
- Tippe auf der Plan-Karte das Globus-Symbol an (Tooltip: Aktuelle Sperrungen und Regeln entlang der Route (KI)). Im Web gibt es zusätzlich einen eigenen Knopf Gebietsprüfung (KI) neben den Plan-Aktionen, und das Panel öffnet sich rechts; am Telefon kommt es als Blatt von unten.
- Die Prüfung arbeitet mit Gemini und live-Google-Suche: sie recherchiert aktuelle Sperrungen entlang der Route, die Regeln der Schutzgebiete und die rechtliche Grundlage. Währenddessen siehst du: Recherchiere das Gebiet — aktuelle Sperrungen, Schutzgebiete, Regeln…
- Unter der Antwort steht die Liste Quellen — jede antippbar —, und im Kontext der Antwort kannst du nachfragen (Stell eine Frage…).
- Die Gebietsprüfung ist eine Solo-Abo-Funktion, aber 2 kostenlose Prüfungen pro Tag bekommt jeder. Ist das Kontingent verbraucht: Deine kostenlosen Prüfungen für heute sind aufgebraucht. Die Gebietsprüfung ist eine Solo-Funktion.
KI-Recherche mit Live-Quellen. Prüfe vor der Fahrt lokal — keine Rechtsberatung.
Auf einer gespeicherten Route navigieren
- Routen → Meine Routen. Tippe unter Meine Routen die gewünschte Route an — das Panel schließt sich, die Karte zoomt darauf, und die Route ist ausgewählt.
- Auf der Karte erscheint die grüne Navigationsschaltfläche. Tippe sie an — das ist Navigation starten.
- Die Karte wechselt in den Folgemodus: die Kamera klebt an deinem Pfeil und dreht sich mit der Fahrtrichtung (außer du hast Norden oben eingeschaltet).
- Zum Beenden: die Schaltfläche Navigation beenden unten links.
- Am Ziel musst du nichts beenden: bist du ein paar Sekunden lang im Umkreis von etwa 30 Metern um das Routenende, endet die Navigation von selbst — am Telefon, auf Android Auto und auf CarPlay zugleich —, und eine grüne Meldung bestätigt: Du hast dein Ziel erreicht. (Bei einer Rundtour kann das in den ersten Momenten nicht auslösen — Anfang und Ende der Runde liegen am selben Ort.)
Navigiert wird auf dem Telefon und auf dem Head-Unit. Die Webkarte plant und exportiert, sie navigiert nicht.
Sie läuft in beide Richtungen
Ein aufgezeichneter Track hat keine Richtung, also entscheidet die App selbst:
- Der erste GPS-Fix entscheidet: stehst du am entfernten Ende des Tracks (innerhalb von rund 1 km), wird die Route von hinten nach vorn genommen.
- Fährst du unterwegs anhaltend gegen die Route (etwa 60 m, über 3 km/h), dreht sie sich von selbst um, und das andere Ende wird dein Ziel.
- Eine eigene Schaltfläche zum Umkehren gibt es nicht, und du brauchst sie auch nicht: Rest zählt immer zu dem Ende herunter, auf das du wirklich zufährst.
Der Pfeil und die schrumpfende Linie
- Der cyanfarbene Pfeil bist du, die Spitze zeigt in die Fahrtrichtung. Solange du auf der Linie bist, wird der Pfeil auf die Route gerastet gezeichnet, damit die seitliche GPS-Drift dich nicht neben den Weg setzt.
- Das bereits Gefahrene verschwindet hinter dem Pfeil — die Linie wird gleichmäßig kürzer, nicht in Sprüngen. Zwischen zwei Fixes rechnet die App aus deinem Tempo weiter, deshalb löst sich die Linie flüssig auf.
- Die Karte oben zeigt das nächste Manöver als Symbol und Text (Links abbiegen, Leicht rechts, Geradeaus weiter, Ankunft am Ziel…), darunter drei Werte: ETA, Rest und Tempo.
Wenn du die Route verlässt
- Die Warnung kommt, wenn du mehr als etwa 50 m von der Linie entfernt bist (plus die eigene Fehlermarge des GPS, höchstens weitere 30 m) und das über drei aufeinanderfolgende Messungen so bleibt — grob drei Sekunden.
- Dann erscheint ein rotes Band: ROUTE VERLASSEN! ⚠️, und die Abbiegekarte sagt dasselbe.
- Eine einzige gute Messung — sobald du wieder im 50-m-Korridor bist — löscht die Warnung sofort.
Zurück auf die eigene Position, und wie die Karte steht
- Die Schaltfläche Mein Standort an der rechten Leiste springt zu dir zurück und schaltet das Folgen wieder ein. Liegt kein Fix vor, sagt sie dir warum (Standort aus oder Zugriff verweigert).
- Das Folgen endet, sobald du die Karte mit dem Finger verschiebst — hol es dir mit Mein Standort zurück.
- Auf derselben Leiste sitzen Kartenebenen und 3D-Ansicht (Neigung + Relief).
- Wie die Karte steht, bestimmt der Schalter Norden oben im Blatt Kartenebenen: an bleibt Norden oben und der Pfeil dreht sich, aus dreht sich die Karte mit der Fahrtrichtung. Die Einstellung gilt gleichzeitig für Telefon, Android Auto und CarPlay.
Roadbook und Tulpen-Karten
Das Tulpen-Roadbook gehört zum Wettbewerb: du öffnest es in der Wettbewerbszentrale über Roadbook (Checkpoints und Aufgaben).
- Jede Karte trägt ihre Nummer, das Tulpen-Piktogramm und darunter CAP (die Kompassrichtung, auf der du die Kreuzung verlässt), die Länge des Abschnitts, die Distanz ges. ab Start und — bei einem Checkpoint — seine Punkte.
- Auf einer Tulpe kommst du immer von unten an (das ist die Kugel), die Kreuzung liegt in der Mitte, und der Pfeil zeigt die Ausfahrt: Geradeaus, Halb links, Links, Scharf rechts, Wenden, Start, Ziel.
- Tippe eine Checkpoint-Karte an, um sie als manuelles Navigationsziel zu setzen; das Blatt schließt sich und die Karte führt dich hin.
- Bereits eingesammelte Checkpoints sind durchgestrichen und zeigen die erreichten Punkte.
- Ist zum Wettbewerb keine Route hochgeladen, steht oben: Keine Route gesetzt — Distanzen und Peilungen gelten in Luftlinie, von Checkpoint zu Checkpoint. Die Karten sind dann keine echten Kreuzungen, sondern Peilungen von Punkt zu Punkt.
Wenn etwas nicht klappt
„Die Routenplanung braucht eine Internetverbindung.” — Planung ist ein Online-Dienst. Im Gelände ohne Empfang lässt sich keine neue Route rechnen. Was geht: manuelle Planung mit Einrasten: AUS — gerade Abschnitte brauchen kein Netz — oder die Navigation auf einer früher gespeicherten Route, die offline läuft.
„Mit diesem Profil keine Route.” — Das gewählte Profil sperrt hier jeden Weg (typisch 4x4, wenn der Punkt auf einem Fußweg gelandet ist). Wechsle auf Straße (Auto) oder zieh das Ziel näher an einen echten Weg. (Die Meldung schlägt Adventure und Panorama vor; diese Chips stehen nicht mehr in der Reihe.)
„Hier war keine Rundtour möglich. Versuche eine andere Länge oder Richtung.” — In der Umgebung gibt es kein Wegenetz, aus dem eine Runde der gewünschten Länge entsteht. Ändere die Rundtour-Länge oder wähle eine andere Startrichtung.
Die geplante Route ist nicht das, was du erwartet hast. — Sieh dir den Wert {percent} % Untergrund bekannt an. Wo OpenStreetMap keinen Untergrund-Tag hat, schätzt die App aus dem Wegtyp. Ein niedriger Wert heißt: die Untergrundanteile sind eine begründete Vermutung.
Kein GPS. — Bei GPS-FEHLER: Standort ist ausgeschaltet! führt dich die Aktion Einstellungen in die Systemeinstellungen. Bei Standortzugriff verweigert — aktiviere ihn in den Einstellungen. musst du der App den Zugriff zurückgeben (unter iOS geht das nur in den Systemeinstellungen). Noch kein GPS-Signal. Warte kurz. ist normal — ein Kaltstart oder dichtes Laubdach dauert.
Statt des Speicherns kommt das Abo-Blatt. — Du hast das Limit des kostenlosen Kontos von 15 Cloud-Routen erreicht. Lösche eine alte in Meine Routen oder wechsle zu Premium.
„Deine Route verlässt deine Offline-Karten.” — Das erscheint beim Start der Navigation, wenn die Route länger als 50 km ist und durch ein Land führt, das du nicht heruntergeladen hast. Mit Herunterladen schließt du die Lücke noch vor der Abfahrt.
Die Warnung kommt nicht, obwohl du abseits der Route bist. — Die Schwelle liegt bei 50 m und wächst mit deinem GPS-Fehler, unter dichtem Wald meldet sie sich also später. Umgekehrt: blinkt sie ständig, liegt der aufgezeichnete Track vermutlich 50 m neben dem echten Weg — dann ist der Track falsch, nicht du.