LoRa-Tracker
Konvoi ohne Netz: welches Gerät du brauchst, wie du es koppelst, was die Gruppe sieht und wie weit es reicht.
Ein Konvoi teilt Positionen normalerweise über das Internet. Wo es keinen Mobilfunk gibt — Bergtal, Wald, Grenzland — übernimmt ein LoRa-Tracker: die Positionen der Mitglieder laufen per Funk von Gerät zu Gerät und landen auf derselben DirtMap-Karte.
Welches Gerät
Ein handgroßes LoRa-Funkgerät mit eigenem GPS und Akku, per Bluetooth mit dem Telefon verbunden. Wir testen mit dem Seeed SenseCAP Card Tracker T1000-E (kartengroß, etwa 39 $, mehrere Tage Laufzeit) — es funktioniert aber jeder ähnliche LoRa-Tracker mit offener Mesh-Firmware, der den Standard-Bluetooth-Dienst anbietet.
Ein Gerät pro Auto. Die Tracker sprechen miteinander; das Telefon liest nur seinen eigenen per Bluetooth.
In Europa nutzen sie das lizenzfreie 868-MHz-Band — kein Abo, keine SIM, keine monatliche Gebühr.
Erste Einrichtung
- Tracker einschalten und in den Kopplungsmodus bringen (beim T1000-E: Taste zweimal drücken).
- In DirtMap: Profil → LoRa-Tracker → Gerät suchen, dann aus der Liste auswählen.
- Nach dem Verbinden zeigt die Kopfzeile Name und Akkustand. Mit Tracker umbenennen gibst du ihm einen sprechenden Namen („Auto 2”) — genau der erscheint auf den Karten der anderen.
- Jedes Konvoi-Mitglied macht dasselbe mit seinem Gerät. Wichtig: die Tracker müssen auf demselben Funkkanal sein (die Werkseinstellung erfüllt das).
Ein praktisches Detail: auf dem Werkskanal können Positionen absichtlich unscharf übertragen werden (Fehler von mehreren hundert Metern). Falls dir das auffällt, stelle die Positionsgenauigkeit des Kanals in der Konfigurations-App des Trackers auf „präzise” — auf beiden Geräten.
Was du unterwegs siehst
- Mitglieder erscheinen in derselben Liste und auf derselben Karte wie online — mit einem Antennen-Symbol als Zeichen, dass die Position per Funk kam.
- Daneben das Alter des letzten Pakets („45s”, „3m”), damit du die Frische einschätzen kannst.
- Das Menü zeigt den Akkustand deines Trackers und der Tracker im Konvoi.
- Alles funktioniert auch im Flugmodus, solange Bluetooth an ist.
- Kommt der Mobilfunk zurück, nutzt die App einfach die frischere Quelle — du musst nichts umschalten.
Reichweite
Sie hängt vom Gelände ab, und eine Zahl zu versprechen wäre unehrlich:
- bewaldetes Tal, Hügel dazwischen: ein paar hundert Meter,
- offenes Gelände, Grat oder Ufer: mehrere Kilometer,
- dazwischenliegende Mitglieder leiten Pakete weiter, die Kette des Konvois reicht also weiter als ein einzelner Sprung.
Positionen aktualisieren sich seltener als online: etwa alle 15 Sekunden in Fahrt, einmal pro Minute im Stand — bewusst, um Funkband und Akku zu schonen. Der Punkt springt, statt zu gleiten.
Wenn es nicht funktioniert
- Tracker wird nicht gefunden: Bluetooth aus- und einschalten, Tracker erneut in den Kopplungsmodus bringen; es kann immer nur eine App verbunden sein (Konfigurations-App des Herstellers schließen).
- Du siehst die anderen nicht: prüfe, ob beide Tracker auf demselben Kanal sind und beide Telefone DirtMap im selben Konvoi laufen haben.
- Bleibt auf „verbunden” ohne Daten: die App liest den Funk alle 30 Sekunden neu und baut die Verbindung nach drei Minuten Stille neu auf — bleibt es trotzdem stehen, im Menü trennen und neu verbinden.